Kräuter verleihen Gerichten Frische, Tiefe und Charakter. Doch beim Kochen gilt eine goldene Grundregel: Hitzeempfindlich vs. Hitzestabil.
1. Hitzestabile Kräuter (Mediterrane / Holzige Kräuter)
Diese Kräuter enthalten feste Zellstrukturen und hitzebeständige ätherische Öle. Sie entfalten ihr volles Aroma erst durch Hitze und langes Schmoren:
- Rosmarin, Thymian, Salbei, Oregano, Bohnenkraut, Liebstöckel, Lorbeer 👉 Faustregel: Von Beginn an beim Anbraten, Köcheln oder Schmoren in den Topf geben!
2. Hitzeempfindliche Kräuter (Zarte Blattkräuter)
Ihre Aromastoffe verflüchtigen sich bei Hitze innerhalb von wenigen Sekunden oder werden strohig und bitter:
- Basilikum, Schnittlauch, Petersilie, Dill, Koriander, Minze, Kerbel, Estragon 👉 Faustregel: Erst ganz am Schluss bei ausgeschalteter Herdplatte unterrühren oder direkt als frisches Topping über das fertige Gericht streuen!
Frisch vs. Getrocknet:
- Oregano, Thymian und Rosmarin schmecken getrocknet oft konzentrierter und aromatischer als frische Ware aus dem Gewächshaus.
- Basilikum, Schnittlauch und Dill verlieren beim Trocknen fast 90 % ihres typischen Aromas – diese immer frisch oder tiefgekühlt verwenden.